Kölner Express: Irrer Wikipedia-Streit um Rekers „Eine Armlänge“-Äußerung

Der Kölner Express berichtet über einen Wikipedia-Streit im Zusammenhang mit den Ereignissen Sylvester/Neujahr 2015/2016:Irrer Wikipedia-Streit um Rekers „Eine Armlänge“-Äußerung

Der Shitstorm der auf die Oberbürgermeisterin von Köln, Frau Rekers, nach ihrer Antwort auf die Frage, was Frauen im Fall von aktuell drohenden Gefahren tun können, „Eine Armlänge Abstand halten“ setzt sich auch in der Wikipedia fort. Statt sich mit wirklichen Probleme im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen zu beschäftigen, werden auch dort nur politische Shitstorm-Nebenkriegsschauplätze eröffnet.

Markus Fiedler & Die dunkle Seite der Wikipedia

Die Wikipedia ist für die meisten von uns inzwischen alltägliches Nachschlagwerk. Ist sie das aber auch zu Recht? Ist sie seriös und überparteilich, klärt sachlich über verschiedene Standpunkte auf? Nein, meint der Filmemacher Markus Fiedler, dessen Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ soeben erschien…. mehr auf den Nachdenkseiten

Petiotion Transparenz auf #Wikipedia! #wikitransparenz

Auf change.org wurde eine Petition für mehr Transparenz in der Wikipedia gestartet.

Die Wikipedia hat mittlerweile weltweit ein Monopol als Nachschlagewerk im Internet. Bei keiner anderen Organisation würde man die Verwaltung eines solchen einem Machtmonopols über das Denken von Menschen einer anonymen Gruppe überlassen, von der nicht bekannt ist, wie sie sich zusammensetzt.

Das System des Online-Lexikons „Wikipedia“ ist intransparent und muss dringend reformiert werden. Die Petition sollte unterstützt werden. Aus sich selbst heraus wird sich die Wikipedia nicht mehr großartig verändern.

 

Wikipedia – unausgewogen, unreflektierten, intransparent und von einem fairen Umgang mit Kritik weit entfernt?

In einem Selbstversuch untersuchte Paul Schreyer 2014 anhand des 9/11 Artikels die Arbeitssituation in der deutschen Wikipedia (Paul Schreyer 02.03.2014 in teleopolis: „Verschwörungstheorie! – Wikipedia, 9/11 und das Problem mit dem Dissens – ein Selbstversuch“)

Als Fazit kommt er bezogen auf den 9/11 Artikel zu dem Ergebnis: „vom Ziel einer ausgewogenen und reflektierten Darstellung, sowie einem offenen und fairen Umgang mit Kritik ist man jedenfalls weit entfernt.“

Interessant sind vor allem auch einige Interna aus dem administrativen Innenleben der Wikipedia, von denen Schreyer im Artikel berichtet. Bezugnehmend auf einen Beitrag des ARD-Magazins „Monitor“ zitiert er Pavel Richter vom Vorstand der Wikimedia Deutschland:

„Wikipedia ist mehr als eine Webseite, Wikipedia ist mittlerweile ja der Alltag für uns alle. Und umso mehr Wikipedia zum Alltag geworden ist, umso größer sind sicherlich auch die Versuche von Ideologen und PR-Agenturen, ihre Sichtweisen, ihre Ideologien in der Wikipedia unterzubringen.“

Laut „Monitor“-Bericht, so Schreyer weiter, gebe es mittlerweile immer weniger ehrenamtliche Aktive und immer mehr bezahlte Schreiber, die auch direkt als einflussreiche Wikipedia-Administratoren für PR-Agenturen oder andere Interessengruppen arbeiteten.

 

Beim Pharmariesen Merck angestellter Wikipedia-Administrator schreibt Firmengeschichten

Er ist Wikipedia Administrator und er arbeitet beim Pharmariesen Merck. Und? Er bearbeitete zur besten Arbeitszeit Artikel, die mit Merk im Zusammenhang stehen wie z.B. der Artikel zur Firma Merck KGaA selbst. Dies legt ein Artikel von Marvin Oppong in der Jungen Welt offen: „Firmengeschichte geschönt – Ein Administrator der deutschen Wikipedia hat in großem Umfang Änderungen zum Pharmariesen Merck vorgenommen. Dort ist er Mitarbeiter

Wir erinnern uns. Für einen Bruchteil der Edits musste seinerzeit Wolfgang Stock, einer der Begründer von Wiki-Watch seinerzeit den Hut nehmen. Er sei tätig gewesen in Sachen PR für die Konkurenz bei Sanofis-Aventis und wurde mit großem Tam-Tam von der deutschen Wikipedia durchs mediale Dorf gehetzt. Einen Artikel der FAZ, die über diesen Fall berichtete, komentierte der selbe Administrator 2011 noch mit „Ausgezeichneter Artikel. Mindestens lesenswert„. Ob er die Berichterstattung über seinen eigenen Fall genauso euphorisch beurteilt?

Das Beispiel zeigt wieder einmal deutlich, wie notwendig es ist, dass die allein seligmachende Enzyklopädie transparenter wird. Es kann nicht angehen, dass bei einem Internetportal mit solcher Meinungs-Macht inhaltliche und administrative Macht in den Händen von Unbekannten liegen.

 

Wikipedia:Checkuser – Schon gewußt? – Die Falschschreibung „Kinkerlitzschen“ kommt insgesamt fünfmal in der Wikipedia vor!

Die Falschschreibung "Kinkerlitzschen" kommt insgesamt fünfmal in der Wikipedia vor.

Die Falschschreibung „Kinkerlitzschen“ kommt insgesamt fünfmal in der Wikipedia vor. (Screenshot: de.Wikipedia.org)

Kinkerlitzchen sind keine Kinkerlitzchen. In der Wikipedia wird den Usern hinterhergestöbert was das Zeug hält. Insgesamt fünfmal (!!!!!) käme die Falschschreibung „Kinkerlitzschen“ insgesamt in der Wikipedia vor fand der Administrator Koenraad heraus. Und sage und schreibe zwei Benutzer haben die Falschschreibung je ein und zweimal verwendet.

Wenn das mal nicht verdächtig ist! Das riecht nach Verschwörung!. Sperrumgehung! Sockenpuppen!

Es ist krass!Wieviel Zeit verschwenden User in der Wikipedia damit Texte von Benutzern zu vergleichen um Parallelen zu entdecken? Eine Kamera des Nachbarn auf dem eigenen Klo ist dagegen nur nur … na ja ein Kinkerlitzchen.

Wikimedia verliert Markenrechtsstreit gegen Wiki-Watch – Versuch der Behinderung / Ausschaltung unerwünschter Beobachter?

Das Bundespatentgericht in München eine Beschwerde der Wikimedia Foundation gegen das Projekt Wiki-Watch zurückgewiesen. Wikimedia hatte beantragt, die Marke von Wiki-Watch löschen zu lassen.

Die Klage verlief erfolglos. Zwischen Wikipedias Puzzle-Kugel und dem dunklen Logo von Wiki-Watch mit Lupe bestehe keine markenrechtlich relevante Verwechslungsgefahr, so das eindeutige Urteil der Richter. “In der Gesamtheit ist (…) nur eine äußerst geringfügige Ähnlichkeit festzustellen, die eine unmittelbare Verwechslungsgefahr nicht zu begründen vermag.”

Prof. Dr. Johannes Weberling, Leiter der Arbeitsstelle Wiki-Watch schätzte die Klage folgendermaßen ein: “Es war reichlich übertrieben, wegen dieser eigentlich sehr offensichtlichen Sach- und Rechtslage gegen uns vorzugehen. Ich hatte während des ganzen Verfahrens den Eindruck, dass Wikimedia in Wirklichkeit erreichen wollte, uns als unerwünschten Beobachter von Wikipedia bzw. Wikimedia auszuschalten, zumindest aber uns in unserer Arbeit zu behindern.”

mehr bei Wiki-Watch

telepolis – Wikipedia vom Ziel einer ausgewogenen und reflektierten Darstellung weit entfernt

In einem Selbstversuch zum 9/11 Artikel kommt Paul Schreyer in der Zeitschrift telepolis (2.3.2014, Verschwörungstheorie! – Wikipedia, 9/11 und das Problem mit dem Dissens – ein Selbstversuch) zu dem Fazit: „Doch unabhängig davon, was die „Betreuer“ des 9/11-Wikipedia-Artikels nun motiviert – unterstellt sei einmal ehrliches Bemühen um Faktentreue -, vom Ziel einer ausgewogenen und reflektierten Darstellung, sowie einem offenen und fairen Umgang mit Kritik ist man jedenfalls weit entfernt.“ Schreyer ist Journalist und hat mehrere Sachbücher zum Thema veröffentlicht.

Wikipedia: Benutzersperrung nach Hinweis auf Buchrezensionen in taz & faz

Nach dem Hinweises auf einer Artikeldiskussionsseite auf Rezensionen aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der tageszeitung, die beide eine Buch als Quelle für die Wikipedia als ungeeignet erscheinen lassen (“ polemisch und antiklerikal“, „weil die Rezensentin Belege für so eine These im Buch vergeblich sucht“). wurde am 30 Mai 2014 ein User sofort gesperrt. Dem Beitrag waren zuvor keine Streitereien oder Konflikte vorausgegangen.