Lars Gule, Anders Breivik – Oder warum in der Wikipedia nicht von Gules Parallelen zwischen Israel Umgang mit Palästinensern und dem Holocaust berichtet werden kann

Gule und Breivik

Am 16. August 2011 wurde im Rahmen der Arbeiten am Wikipedia Artikel „Anders Behring Breivik“ der Artikel „Lars Gule“ erstellt. Lars Gule ist ein norwegischer Philosoph, Historiker und Sozialwissenschaftler. Im Jahr 1977 wurde Lars Gule in Beirut festgenommen. Grund war die Überführung von Sprengstoffen, die bestimmt waren für einen bewaffneten Angriff gegen Israel.Der Sprengstoff war gedacht für den Einsatz einer Aktion im Namen der Demokratische Front zur Befreiung Palästinas zum zehnten Jahrestag des Sechstagekriegs. Gule wurde im Libanon zu einem halben Jahr Gefängnis wegen des illegalen Sprengstoffbesitzes verurteilt.

Interessant waren diese Hinweise vor allem im Hinblickauf die Nutzung seiner „Expertise“ im Breivik-Artikel. Dort hieß und heisst es immer nochDer norwegische Sozialwissenschaftler Lars Gule charakterisiert Breivik als nationalkonservativ, er habe eine konservative, christliche Ideologie, vermutlich aber ohne fundamentalistischen oder neonazistischen Hintergrund“ Zusammen mit Gules Sprengstofftransporten, dessen Eintreten gegen Israel sowie der bekannten rechtsextremistischen Kontakte Breiviks sind und waren die Expertisen Gules eine mehr als fragwürdige Expertise.

Artikelerstellung

Die Artikelerstellung führte schnell zu einer Löschung dieser Informationen und zur umgehenden Sperrung des initialen Autors inklusive üblicher Sockenbeschimpfung, Bezeichnung als „Pack“ und Herunterspielen der Unterstützungen Gules als Tat eine Jugendlichen (er war 1977 22 Jahre alt). Nach einem so genannten Editwar konnten einige beherzte Autoren diese Löschungen wieder rückgängig machen.

Die TAZ berichtet: Gule zieht Parallelen zwischen Israel Umgang mit Palästinensern und dem  Holocaust – Löschungen auf der Diskussionsseite

Eine Ausweitung der Beschreibung der Problematik „Gule / Israel“ wurde aber auch weiterhin unterbunden. Informationen auf der Diskussionsseite wurden wieder gelöscht.

Am 2.8.2006 berichtete die TAZ im Rahmen eines Artikels über den Karikaturenstreit um Mohammed-Karikaturen in der dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten. Im Rahmen der Diskussione rund um dieses Thema veröffentlicht die Zeitung auch so die TAZ „eine ausführliche Analyse des Nahostforschers Lars Gule. Er listet unter dem Titel „Israels Apartheid“ eine ganze Reihe „leider bestehender relevanter Parallelen“ zwischen der Judenverfolgung durch die Nazis und Israels Umgang mit den PalästinenserInnen in den Jahren von 1967 bis 2006 auf.

Die Information wurde administrativ mit dem Hinweis „Israel=Nationalsozialismus: sagt weder die taz noch sonst wer“ wieder gelöscht.

 

 

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